Was ist eigentlich die Fünftelregelung?

In meiner täglichen bAV-Praxis taucht immer mal wieder die Frage auf, was hat es eigentlich mit der Fünftelregelung auf sich.

Endlich ist es soweit: die betriebliche Altersversorgung wird ausbezahlt.

Wenn man sich für eine einmalige Kapitalauszahlung entscheidet, wird jetzt die Einkommenssteuer fällig. Da während der Ansparphase die Beiträge steuerlich begünstigt wurden, wird die Auszahlung jetzt besteuert.

Im folgenden Beispiel möchte ich von einem Ausahlbetrag in Höhe von 150.000 Euro ausgehen. Werden diese Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit nach § 19 besteuert, beträgt der Steuersatz hierfür 38 Prozent. D.h. es fallen 57.000 Euro Steuer an.

Hier kommt jetzt die Fünftelregelung ins Spiel. Für die Steuerberechnung wird jetzt ein Fünftel des Auszahlungsbetrages herangezogen. In unserem Beispiel alos 30.000 Euro.

Für diesen Betrag ergibt sich ein Steuersatz in Höhe von ca. 19 %.
Dieser Steuersatz wird auf die 150.000 Euro angewendet und man kommt so auf eine Gesamtsteuer von 28.500 Euro.

D.h. durch die Fünftelregelung wird die Steuerlast von 57.000 Euro auf 28.500 reduziert.

Durch die Fünftelregelung wird die Steuerlast also nicht auf 5 Jahre verteilt, wie viele glauben. Die zu zahlenden Steuer ist in einer Summe direkt an das Finanzamt zu leisten, durch die Fünftelregelung in Kombination mit der Steuerprogression reduziert sich diese Steuer lediglich.